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Kategorie: Krimis & Thriller

Er lügt

Er lügt

Er lügt, Rebecca Taylor McKay

BUCHINFO
Er lügt, Rebecca Taylor McKay
Rowohl Polaris  ISBN 978-3-499-01789-6
416 Seiten, Paperback, € 18,00

INHALT
August 1961: Clara Carmichael ist glücklich. Sicher lenkt ihr Mann Spencer das zitronengelbe Cabrio auf der berühmten Küstenstraße nach Positano. Nur eine niedrige Mauer trennt sie vom hunderte Meter tiefer liegenden türkisblauen Meer. Eine aufregende Kulisse für die Flitterwochen an der Amalfiküste. Spencer ist reich, charmant und sorgt sich rührend um seine zweiundzwanzigjährige Frau. Schon bald nach ihrer Ankunft im Palazzo Rosso mit dem spektakulären Blick bemerkt die zurückhaltende Clara jedoch, dass ihr Mann angespannt ist. Und warum spricht er Italienisch? Die Fragen werden zu ernsthaften Zweifeln, als ihr jemand einen Zettel zukommen lässt: «Er lügt». Aber nicht nur Spencer scheint hinter der perfekten Fassade etwas zu verbergen. Die beiden Eheleute lernen die selbstbewusste Vivian und den lebenslustigen Fred kennen, die ein Paar sind. Was verschweigen die neuen Freunde? Und was Clara?
Unter der gleißend hellen Sonne der Urlaubsidylle brodeln dunkle Geheimnisse – so dunkel wie Tod. Clara ahnt: Dieser Sommer ist der Sommer der Wahrheit.

REZENSION
Was könnte es Schöneres geben, als seine Flitterwochen an der von unbeschwerter Lebenslust geprägten Amalfiküste zu verbringen – sollte man meinen. Doch bereits kurz nach ihrer Ankunft beginnt die Hochzeitsreise für Clara und Spencer aus dem Ruder zu laufen. Auf der einen Seite der überbesorgte Ehemann, auf der anderen die verzagte Clara, die sich vollkommen fehl am Platz fühlt. Verstärkt wird dieses Gefühl durch Claras Verdacht, dass ihr Ehemann ein falsches Spiel mit ihr spielt. In der Hoffnung bei der anziehenden Vivian Unterstützung zu finden, öffnet sie ohne es zu ahnen damit die Büchse der Pandora. Und dann überstürzen sich die Ereignisse. Zum Nachdenken ist zu spät und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Clara, die von den Ereignissen förmlich überrollt wird, ist am Boden zerstört. Doch sie erholt sich und es gelingt ihr neu anzufangen. Doch Jahre später, als sie längst geglaubt hat ihren Frieden gefunden zu haben, wird sie von der Vergangenheit eingeholt.

FAZIT
Eine beklemmende Story, die trotz ihrer Dramatik zu vorhersehbar ist, um vollständig zu überzeugen.

Eine zu viel

Eine zu viel

Eine zu viel, Samantha Hayes

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Eine zu viel, Samantha Hayes
dtv  ISBN 978-3-423-22192-4
432 Seiten, Klappenbroschur, € 13,00 

INHALT
Nach dem Tod des Familienvaters Ray lädt Mutter Connie ihre drei Töchter samt Partnern und Kindern in eine abgelegene schottische Lodge ein. Zehn Tage sollen sie dort verbringen: nachtrauern, zusammenrücken, vielleicht neu beginnen. Doch Connie hütet ein brisantes Geheimnis: Rays Testament – und die Wahrheit, die es an die Oberfläche bringen wird. Während Connie den richtigen Moment für ihre Offenbarung sucht, kippt die Stimmung wie das Wetter in den Highlands. Wer steht zu wem? Und was geschieht, wenn die größte Gefahr nicht draußen lauert, sondern mit am Tisch sitzt?

REZENSION
Als Connie nach Rays Beisetzung die ganze Familie in das alte Ferienhaus einlädt, ahnt keiner von ihnen, dass anschließend nichts mehr so sein wird wie zuvor. Während Connie noch damit hadert die Bombe, die Ray mit seinem Testament gelegt hat, platzen zu lassen, ziehen am restlichen Familienidyll bereits dunkle Wolken auf. Misstrauen und unausgesprochene Anschuldigungen machen sich breit und vergiften zusehends die Atmosphäre. Obwohl sich das Unbehagen aller bis hin zum Unerträglichen langsam aber stetig steigert, ist keiner von ihnen dazu bereit, den ersten Schritt zu tun und klare Fakten zu schaffen. Erst als es zur Eskalation kommt beginnen sich die Fronten aufzuweichen. Aber auch wenn mittlerweile alle mit dem Schlimmsten gerechnet haben, fällt es ihnen schwer die Wahrheit zu akzeptieren – denn die Restzweifel wiegen schwer …

FAZIT
Eine überladene Story, die absehbar auf eine Katastrophe zusteuert, die am Ende wie ein Tornado über die Familie hereinbricht.

Eisfeld – Fleisch und Blut

Eisfeld – Fleisch und Blut

Eisfeld – Fleisch und Blut, Steffen Weinert

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Eisfeld – Fleisch und Blut, Steffen Weinert
Knaur  ISBN 978-3-426-56579-7
288 Seiten, Taschenbuch, € 13,99 

INHALT
In Berlin stimmt man sich auf Weihnachten ein, als Mara Eisfeld zum Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen wird: Magnus Haub, Sohn der einflussreichen Fleischerei-Unternehmerin Heidemarie Haub, liegt tot in seinem luxuriösen Penthouse. Dem fortgeschrittenen Verwesungszustand nach zu urteilen, seit Tagen unentdeckt.

Erste Spuren führen zu der Tierschutz-Aktivistin Lena von Bülow, die mit spektakulären Aktionen gegen den Haub-Konzern Schlagzeilen machte. Doch auch innerhalb der Unternehmerfamilie brodelt es seit Langem. Geheimnisse, Intrigen und eine Mauer des Schweigens erschweren die Ermittlungen. Lena könnte Antworten liefern – doch sie ist spurlos verschwunden …

REZENSION
Während sich Berlin auf Weihnachten einstimmt, muss die Kommissarin Mara Eisfeld in einem äußerst ungewöhnlichen Mordfall ermitteln. Nicht nur, dass die Familie des Toten alles daran setzt den Fall unter den Tisch zu kehren, auch die Tatsache, dass keiner von ihnen so rechtes Interesse daran zu haben scheint den Fall überhaupt aufzuklären, setzten Mara schwer zu. Obwohl sie sich damit auf gefährliches Terrain begibt, scheut sie nicht davor die Familie durch hartnäckiges Hinterfragen aus der Reserve zu locken. Doch alle ihre Theorien fallen nach und nach in sich zusammen. Zu spät begreift sie, dass das, was sie geahnt, aber nie für möglich gehalten hat, bittere Wahrheit ist.

FAZIT
Eine Familientragödie, die vollkommen überzogen und unglaubwürdig wirkt und damit dem Tabuthema Missbrauch keine nachhaltige Stimme verleiht.