Ein Brief aus München

Ein Brief aus München

Ein Brief aus München, Hakan Nesser

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Ein Brief aus München, Hakan Nesser
btb  ISBN 978-3-442-77571-2
432 Seiten, Taschenbuch, € 14,00

INHALT
Schweden, Weihnachten 2020: der bekannte Künstler Ludvig Rute lädt – den Einschränkungen der Coronapandemie zum Trotz – seine drei Geschwister samt Anhang über die Feiertage in ein abgelegenes Anwesen in der Nähe eines Waldes ein. Obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet, sind sie von weit her angereist. Sie haben sich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen, die Atmosphäre ist angespannt. Es wird nicht besser, als der Gastgeber am Morgen des 25. Dezembers tot aufgefunden wird. Bei starkem Schneefall nehmen Gunnar Barbarotti und seine Kollegin und Ehefrau Eva Backman den Fall auf, der an einen alten englischen Kriminalroman erinnert. War es ein Bilderdieb, der in das Haus eingedrungen ist, oder kommt der Täter aus der Familie?

REZENSION
Wenn sich vier Geschwister, die außer ihrer Abstammung nichts weiter miteinander verbindet, durch eine Intrige dazu gebracht werden Weihnachten unter einem Dach zu verbringen, ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann es zur Eskalation kommt. Dass diese in einem Mordfall gipfelt, scheint zunächst nur die logische Konsequenz eines wohlgehüteten Geschwistergeheimnisses zu sein. Doch der Fall ist wesentlich tiefgründiger und verlangt von den ermittelnden Kommissaren viel Fingerspitzengefühl, um den Mörder aus der Reserve zu locken.

FAZIT
Ein spannender Roman, der sich durch seine scharf gezeichneten Protagonisten und den feinen Humor der ermittelnden Kommissare auszeichnet.

Mademoiselle Coco und der Duft des Mörders

Mademoiselle Coco und der Duft des Mörders

Mademoiselle Coco und der Duft des Mörders, Michelle Marly

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Mademoiselle Coco und der Duft des Mörders, Michelle Marly
HarperCollins  ISBN 978-3-365-00995-6
288 Seiten, Taschenbuch, € 13,00 

INHALT
Ein Heiratsschwindler und Frauenmörder treibt sein Unwesen in Paris, doch die Polizei tappt im Dunkeln. Erst als eine Frau, die ihm entkommen konnte, behauptet, den Mann an seinem Eau de Toilette wiedererkennen zu können, öffnet sich eine Spur, die für keine Geringere als die Herstellerin von Chanel No 5 von Bedeutung ist: Coco Chanel. Nach der Trennung von ihrem Geliebten Dimitri Romanow und einer kurzen Affäre mit Picasso ist sie zudem einsam. Wird die Hobbydetektivin das nächste Opfer sein?

REZENSION
Coco Chanel hat sich von dem unglaublichen Vorfall in ihrer Boutique noch nicht richtig erholt, als sie erneut damit konfrontiert wird. Obwohl ihr die Welt des Dufts als Schöpferin des legendären Chanel No 5 alles andere als fern ist, übersteigt es ihre Vorstellungskraft einen Mörder allein an seinem Duft zu erkennen. Entsprechend zugeknöpft fällt ihre Reaktion auf diese Anschuldigung aus. Erst als sie selbst wenig später unverhofft dem vermeintlichen Mörder begegnet, begreift sie, dass es sich um einen ungeheuerlichen Kriminalfall von weitreichender Tragweite handelt. Danach gibt es für sie kein Halten mehr und Coco zieht alle Register …

FAZIT
Ein historischer Krimi, in dem Fiktion und Realität zu einer spannendend unterhaltsamen Geschichte verschmelzen.

Gerächt sein sollst du

Gerächt sein sollst du

Gerächt sein sollst du, Kaisu Tuokko

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Gerächt sein sollst du, Kaisu Tuokko
atb  ISBN 978-3-7466-4208-6
334 Seiten, Klappenbroschur, € 16,00

INHALT
Im lauschigen Küstenort Kristinestad wird die Leiche des siebzehnjährigen Jonas gefunden. Schnell wird klar, dass er ermordet wurde. Die Bluttat erschüttert die Gemeinde zutiefst. Journalistin Eevi Manner macht sich sofort an die Recherche. Dabei trifft sie auf Kriminalkommissar Mats Bergholm, ihre Jugendliebe aus Schultagen. Verbunden durch ihre gemeinsame Geschichte und den Willen, Jonas’ Mörder zu finden, tun sie sich zusammen, um die Tat aufzuklären, die Kristinestad die Unschuld genommen hat.

REZENSION
Im Vordergrund der Geschichte steht der Tod eines Jugendlichen, der sich allem Anschein nach selbst das Leben genommen hat. Doch es gibt etliche Ungereimtheiten, die darauf hinweisen, dass der junge Mann vorsätzlich getötet worden ist. Dass die Ermittlungen zu dem Fall ausgerechnet von einem Kommissar geleitet werden, der sich nur zufällig an seinem Geburtsort aufhält und dabei auf seine alte Jugendliebe trifft, verdrängen die Aufklärung des Falls immer mehr in den Hintergrund. So dümpelt die Geschichte dann auch etwas langwierig vor sich hin, bis es zur halbherzigen Aufklärung kommt, die im Grunde genommen aber im Nichts endet.

FAZIT
Eine spannungsarme Story, die nur bedingt neugierig auf die angekündigte Fortsetzung macht.