Die Tiefe: Verblendet

Die Tiefe: Verblendet

Die Tiefe: Verblendet, Karen Sander

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Die Tiefe: Verblendet, Karen Sander
rororo  ISBN 978-3-499-01611-0
352 Seiten, Klappenbroschur, € 14,00

INHALT
Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und sein Team haben einen Doppelmord auf dem Darß aufgeklärt, aber dem Unbekannten, der eine ganze Familie auf einer Segeljacht umgebracht hat, sind sie noch keinen Schritt näher gekommen.
Auch Kryptologin Mascha Krieger und ihr Bruder Holger haben den Mörder der jungen Ärztin aus Anklam noch nicht gefasst. Derweil ermittelt Kriminaloberkommissar Björn André aus Teterow in einem vermeintlichen Fall von Suizid. Eine junge Frau hat sich die Pulsadern aufgeschnitten, aber die Umstände sind merkwürdig. Björn stößt auf einen Brief, ganz ähnlich dem, den die Ärztin aus Anklam am Tag ihres Todes erhielt. Als auch auf dem Darß ein solcher Brief auftaucht, ist klar, dass alle Verbrechen zusammenhängen müssen. Eine große Soko unter Leitung von Tom Engelhardt wird gebildet.
Und es gibt auch schon einen Verdächtigen: Hagen Oltmanns, ein im Wald lebender Obdachloser, der nicht nur eine Kiste voller Waffen besitzt, sondern auch unter paranoider Schizophrenie leidet. Doch Oltmanns ist spurlos verschwunden.
Dann wird eine weitere Leiche gefunden. Und plötzlich drehen sich die Ermittlungen in eine völlig unerwartete Richtung.

REZENSION
Obwohl es dem Sellnitzer Kripoteam gelungen ist einen Mörder zu fassen, stehen Tom Engelhardt und Mascha Krieger mit ihren anderen Ermittlungen wieder auf Anfang. Die beiden mysteriösen Mordfälle, die sie seit geraumer Zeit beschäftigen werfen zunehmend neue Fragen auf ohne eine befriedigende Antwort darauf zu finden. Neben vielen Ungereimtheiten sind es aber auch die Misstöne untereinander, die dazu beitragen, dass die Nerven aller bis aufs äußerste gespannt sind. Erst als feststeht, dass es eine große Soko unter der Leitung von Tom Engelhardt geben wird, kommt etwas Ruhe ins Team. Doch diese währt nicht lange, denn es ist zu befürchten, dass sie einen Maulwurf in ihren Reihen haben. Schneller als gedacht, bestätigt sich dieser zunächst noch vage Verdacht. Und dann überstürzen sich die Ereignisse und es gilt weiteren Schaden zu verhindern.

FAZIT
Eine starke Fortsetzung einer Trilogie, die mit einer wendungsreichen Fallentwicklung ein spannendes Finale verspricht.

Jede Menge Kies

Jede Menge Kies

Jede Menge Kies, Erwin Kohl

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Jede Menge Kies, Erwin Kohl
emons  ISBN 978-3-7408-2463-1
256 Seiten, Broschur, € 14,00

INHALT
Eigentlich sollte Privatermittler Lukas Born herausfinden, wer dem Bauern Gerd Heitkamp ans Leder will. Doch kaum hat er den Auftrag angenommen, liegt sein Klient auch schon mausetot auf der Wiese – genau dort, wo Heitkamp am Vorabend gegen die Auskiesung von Ackerland demonstriert hat. Warum wollte er mitten in der Nacht nach Hause laufen? Wem ist er unterwegs begegnet? Und vor allem: Welches Geheimnis hat er mit in den Tod genommen?

REZENSION
Lukas Born, der nach seinem Ausstieg bei der Kriminalpolizei, als privater Ermittler arbeitet, wird von seinem neuen Auftrag kalt erwischt. Sein Auftraggeber ist tot, grausam ermordet um genau zu sein. Dazu kommt, dass Born auch um sein Leben bangen muss, da ein ehemaliger Häftling ihm den Kampf ansagt hat. Das bekommt seinem Nervenkostüm natürlich absolut nicht. Doch er braucht das Geld und so nimmt er den Ersatzauftrag, der ins Visier der Ermittler geratenen Kiesgrubengegner notgedrungen an. Es beginnt ein wildes hin und her, bei dem sich keiner etwas schenkt. Zwischen haltlosen Anschuldigungen, falschen Mutmaßungen und fehlenden Indizien, kämpft sich Born durch einen undurchsichtigen Dschungel an suspekten Thesen, die ihn an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringen. Dass er es dennoch schafft den Fall zu lösen, verdankt er nicht zuletzt seinem unermüdlichen Team und seiner leidgeplagten Freundin Linda.

FAZIT
Eine sehr undurchsichtige Geschichte, die primär durch ihr anschauliches Lokalkolorit lebt.

Das Grab im Sand

Das Grab im Sand

Mörderney: Das Grab im Sand, Joachim F. Kuck

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Mörderney: Das Grab im Sand, Joachim F. Kuck
rororo  ISBN 978-3-449-01634-9
352 Seiten, Taschenbuch, € 14,00

INHALT
Frühling auf Norderney – Einheimische und Urlauber fiebern dem Osterfeuer am Strand entgegen. Doch unter dem Holz entdeckt man die Leiche von Matthes: Der einzige Obdachlose der Insel wurde erschlagen. Die Kripo hat wenig Interesse an dem Fall und keine Spur, denn obwohl alle Matthes kannten, weiß niemand, woher er kam oder warum er die Manteltaschen voller Geldbündel hatte. Tilla Flock, die gerade ihren Job beim Werbeblatt gekündigt hat, will seinen Mörder jedoch um jeden Preis finden. Zusammen mit ihrem Freund Hark Herforth, einem Pfarrer auf Langzeiturlaub, befragt sie die Inselbewohner. Ein entscheidender Hinweis führt die beiden auf die Nachbarinsel Baltrum.
Als ein Brandanschlag auf die Redaktion des Werbeblatts ausgeübt wird, ahnen Tilla und Hark, dass dieser Fall für sie vielleicht gefährlicher werden könnte als gedacht. Und bald ist klar: Wer auch immer Matthes ermordet hat, hat keine Skrupel, weiter zu töten.

REZENSION
Der Mord an einem Obdachlosen, den offensichtlich keiner vermisst, wird für das ungleiche Ermittlerpaar Tilla Flock und Pater Hark Herforth, nicht zum ersten Mal zu einer gefährlichen Herausforderung. Angetrieben von ihrem Gerechtigkeitssinn und dem Wunsch einem Ausgestoßenen, wenigstens posthum etwas von seiner Ehre wiederzugeben, beginnen sie mit ihren Ermittlungen. Dabei stoßen sie auf viele Ungereimtheiten, die Böses erahnen lassen. Obwohl Tilla und Herforth bereits genügend Gelegenheit hatten hinter die Fassade der vordergründig heilen Inselwelt zu schauen, erwischt sie der Fall kalt und lässt sie an allem und jedem zweifeln. Doch viel Zeit zum Nachdenken bleibt ihnen nicht. Längst ist die Falle zugeschnappt und jeder Gedanke an Rettung gleicht einem aussichtslosen Gebet an eine höhere Macht.

FAZIT
Ein unkonventionelles Ermittlerpaar, dass auch mit seinem zweiten Fall den Leser in seinen Bann zieht und auf eine baldige Forstsetzung hoffen lässt.