Eine zu viel

Eine zu viel

Eine zu viel, Samantha Hayes

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Eine zu viel, Samantha Hayes
dtv  ISBN 978-3-423-22192-4
432 Seiten, Klappenbroschur, € 13,00 

INHALT
Nach dem Tod des Familienvaters Ray lädt Mutter Connie ihre drei Töchter samt Partnern und Kindern in eine abgelegene schottische Lodge ein. Zehn Tage sollen sie dort verbringen: nachtrauern, zusammenrücken, vielleicht neu beginnen. Doch Connie hütet ein brisantes Geheimnis: Rays Testament – und die Wahrheit, die es an die Oberfläche bringen wird. Während Connie den richtigen Moment für ihre Offenbarung sucht, kippt die Stimmung wie das Wetter in den Highlands. Wer steht zu wem? Und was geschieht, wenn die größte Gefahr nicht draußen lauert, sondern mit am Tisch sitzt?

REZENSION
Als Connie nach Rays Beisetzung die ganze Familie in das alte Ferienhaus einlädt, ahnt keiner von ihnen, dass anschließend nichts mehr so sein wird wie zuvor. Während Connie noch damit hadert die Bombe, die Ray mit seinem Testament gelegt hat, platzen zu lassen, ziehen am restlichen Familienidyll bereits dunkle Wolken auf. Misstrauen und unausgesprochene Anschuldigungen machen sich breit und vergiften zusehends die Atmosphäre. Obwohl sich das Unbehagen aller bis hin zum Unerträglichen langsam aber stetig steigert, ist keiner von ihnen dazu bereit, den ersten Schritt zu tun und klare Fakten zu schaffen. Erst als es zur Eskalation kommt beginnen sich die Fronten aufzuweichen. Aber auch wenn mittlerweile alle mit dem Schlimmsten gerechnet haben, fällt es ihnen schwer die Wahrheit zu akzeptieren – denn die Restzweifel wiegen schwer …

FAZIT
Eine überladene Story, die absehbar auf eine Katastrophe zusteuert, die am Ende wie ein Tornado über die Familie hereinbricht.

Poseidons Zorn

Poseidons Zorn

Poseidons Zorn,  Wolfgang Herles

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Poseidons Zorn,  Wolfgang Herles
LangenMueller  ISBN 978-3-7844-3813-9
280 Seiten, Gebundene Ausgabe, € 24,00

INHALT
Vier Männer an Bord einer Yacht, aber der Skip ist eine Frau. Alma hat sie zu einem zweiwöchigen Segeltörn durch die Inselwelt der Ägäis eingeladen. Es ist ein reichlich verwegenes Experiment. Denn mit allen vieren hat sie eine Rechnung offen, ihre Geschichten sind noch nicht zu Ende, die Gefühle füreinander nicht verglüht. Die Suche nach der verlorenen Zeit und die Lust auf neue Abenteuer hält sie lebendig. Die Mythen der antiken Helden und Götter wirken wie Brennspiegel. Aber die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen, Versäumtes nicht nachholen, Verletzungen nicht totschweigen, und Poseidon bleibt unberechenbar.

REZENSION
Eigentlich kann Alma sich nicht beklagen. Das Leben hat es bisher gut mir ihr gemeint und als erfolgreiche Geschäftsfrau kann sie sich jeden Wunsch erfüllen. Doch irgendetwas treibt sie um. In der Hoffnung Antworten auf die offenen Fragen ihres Lebens zu finden, beschließt sie, vier ihrer alten Liebhaber auf einen wagemutigen Segeltörn durch die Ägäis einzuladen. Doch das von Alma inszenierte Abenteuer steckt voller Fallstricke und plötzlich ist es zu spät, den einmal ins Rollen gebrachten Stein aufzuhalten. Daran können auch Almas krampfhafte Versuche, Geschehenes zu leugnen und einen vollkommen neuen Kurs einzuschlagen, nichts mehr ändern. Stattdessen bringt sie sich, mit ihren Bemühungen das Ruder rumzureißen, erst recht in die Bredouille.

FAZIT
Eine wendungsreiche Reise, die für alle Teilnehmer mehr Überraschungen im Gepäck hat als ihnen lieb ist und sie letztendlich dazu zwingt, zu sich selbst zu stehen.

Eisfeld – Fleisch und Blut

Eisfeld – Fleisch und Blut

Eisfeld – Fleisch und Blut, Steffen Weinert

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Eisfeld – Fleisch und Blut, Steffen Weinert
Knaur  ISBN 978-3-426-56579-7
288 Seiten, Taschenbuch, € 13,99 

INHALT
In Berlin stimmt man sich auf Weihnachten ein, als Mara Eisfeld zum Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen wird: Magnus Haub, Sohn der einflussreichen Fleischerei-Unternehmerin Heidemarie Haub, liegt tot in seinem luxuriösen Penthouse. Dem fortgeschrittenen Verwesungszustand nach zu urteilen, seit Tagen unentdeckt.

Erste Spuren führen zu der Tierschutz-Aktivistin Lena von Bülow, die mit spektakulären Aktionen gegen den Haub-Konzern Schlagzeilen machte. Doch auch innerhalb der Unternehmerfamilie brodelt es seit Langem. Geheimnisse, Intrigen und eine Mauer des Schweigens erschweren die Ermittlungen. Lena könnte Antworten liefern – doch sie ist spurlos verschwunden …

REZENSION
Während sich Berlin auf Weihnachten einstimmt, muss die Kommissarin Mara Eisfeld in einem äußerst ungewöhnlichen Mordfall ermitteln. Nicht nur, dass die Familie des Toten alles daran setzt den Fall unter den Tisch zu kehren, auch die Tatsache, dass keiner von ihnen so rechtes Interesse daran zu haben scheint den Fall überhaupt aufzuklären, setzten Mara schwer zu. Obwohl sie sich damit auf gefährliches Terrain begibt, scheut sie nicht davor die Familie durch hartnäckiges Hinterfragen aus der Reserve zu locken. Doch alle ihre Theorien fallen nach und nach in sich zusammen. Zu spät begreift sie, dass das, was sie geahnt, aber nie für möglich gehalten hat, bittere Wahrheit ist.

FAZIT
Eine Familientragödie, die vollkommen überzogen und unglaubwürdig wirkt und damit dem Tabuthema Missbrauch keine nachhaltige Stimme verleiht.