VIER SCHAFE UND EIN TODESFALL

VIER SCHAFE UND EIN TODESFALL

Vier Schafe und ein Todesfall, Thomas Chatwin

Rezension
Dass Chloe Doyle, das verschollen geglaubte schwarze Schaf der Familie, ausgerechnet am fünfundachtzigsten Geburtstag von Grandma Emily zur Mörderin geworden sein soll, liegt nicht nur für Emily weit außerhalb jeglicher Vorstellungskraft. Entsprechend schnell werden sämtliche familiären Ressourcen aktiviert, um zu verhindern, dass auf ein geschehenes Unrecht das nächste folgt. Ein kluger Schachzug, doch schon bald zeigt sich, dass der Fall für das Familiennetzwerk der Doyles eine spezielle  Herausforderung darstellt, die ohne die Unterstützung der örtlichen Polizei nicht zum Abschluss gebracht werden kann.

Fazit
Eine komplexe Story, die mit viel Charme und typisch englischem Humor, für kurzweilige Unterhaltung sorgt.

BUCHINFO
Vier Schafe und ein Todesfall, Thomas Chatwin
Rowohlt Polaris  ISBN 978-3-499-01050-7
320 Seiten, Klappenbroschur, € 17,00

OFFENE GEWÄSSER

OFFENE GEWÄSSER

Offene Gewässer, Romina Pleschko

Rezension
Elfi, die mehr oder weniger freiwillig nach Liebstatt zu ihrer Großmutter gezogen ist, sieht sich dort von Anfang an mit den Unwägbarkeiten menschlichen Verhaltens konfrontiert. Mit beeindruckender Logik und dem ganzen rationalen Verständnis eines Kindes analysiert sie ihr Umfeld, um es anschließend gnadenlos zu sezieren. Dieses Verhalten behält sie auch Jahre später, als sie nach einer gescheiterten Ehe wieder an den Liebstätter See zurückkehrt, unbeirrbar bei – und so beginnt das ganze Spiel in abgewandelter Form von Neuem.

Fazit
Eine zwischen Sarkasmus und bitterer Ironie changierende Story, die der Gesellschaft den Spiegel vorhält, den sie verdient hat.

BUCHINFO
Offene Gewässer, Romina Pleschko
Kremayr & Scheriau  ISBN 978-3-218-01384-0
208 Seiten, Gebundene Ausgabe, € 24,00

WIENER TODESMELODIE

WIENER TODESMELODIE

Wiener Todesmelodie, Mina Albich

Rezension
Als Bezirksinspektor Felix Grohsman, noch voll unter dem Eindruck eines gerade genossenen Klavierkonzert stehend, mit dem gewaltsamen Tod des Freundes der Pianistin konfrontiert wird, gerät er kurzfristig beinahe aus dem Takt. Mord in den besseren Kreisen ist immer eine heikle Angelegenheit, die erfahrungsgemäß die ohnehin diffizilen Ermittlungen außerordentlich behindert. Und so wie es aussieht, scheint sich dieser Fall zielgerichtet zu einem Paradebeispiel dieser Gattung zu entwickeln. Da ist äußerstes Fingerspitzengefühl gefragt, über das leider nicht jeder im Team verfügt. Umso erfreulicher ist es für Grohsman, als sich unverhofft neue Ressourcen eröffnen, die nicht nur dem Fall eine beflügelnde Wende geben.

Fazit
Ein humorvoller und spannender Wienkrimi, der die Klaviatur der Zwischentöne souverän beherrscht.

BUCHINFO
Wiener Todesmelodie, Mina Albich
emons  ISBN 978-3-7408-1764-0
336 Seiten, Taschenbuch, € 14,00