Spiegelschrift

BUCHINFO
Spiegelschrift, Susanne Ayoub
Löcker ISBN 978-3-99098-229-7
320 Seiten, Hardcover, € 24,80
INHALT
Die Schauspielerin Anna wird fast über Nacht als TV-Kommissarin berühmt. Bald darauf kommen die Briefe. Drohend verweisen sie auf Annas Vergangenheit: „Ich weiß, was du getan hast.“ – „Ich habe es gesehen.“ – Du kehrst an den Ort deiner Tat zurück.“ Es gibt nur einen, der darüber Bescheid wissen kann, das ist Mario, ihre Jugendliebe. Seit er vor siebzehn Jahren die Schule abbrach und nach Sizilien auswanderte, haben sie sich nicht mehr gesehen. Und gerade jetzt meldet er sich wieder.
Nur widerwillig stimmt Anna einem Treffen zu. Sie fürchtet, dass Mario sie erpressen will. Doch das Wiedersehen verläuft ganz anders als erwartet. Dann tauchen plötzlich weitere Personen aus der Vergangenheit auf. Dean, der mit Mario nach Sizilien ausriss. Und Judy, das Mädchen mit den tausend erfundenen Geschichten, der Mario nicht widerstehen konnte. Was wollen sie von Anna? Was wissen sie?
REZENSION
Wenn eine Beziehung ohne Aussprache endet, bleibt immer eine schmerzhafte Wunde zurück, die in den seltensten Fällen geheilt werden kann. Obwohl Anna und Mario, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven heraus, versuchen an ihre gemeinsame Vergangenheit anzuknüpfen, gelingt es ihnen nicht sachlich miteinander zu kommunizieren und offen miteinander zu reden. Im Gegenteil, mit jeder Begegnung werden alte Wunden neu aufgerissen und Fragen die nie beantwortet wurden, drängen sich in den Vordergrund ohne dass sie auf eine ehrliche Antwort hoffen können. Tiefe Verletzungen und Nichtverstehen haben tiefe Spuren hinterlassen, die nicht mehr zu kitten sind. Ein schwieriger Prozess für Anna und Mario, der beide letztendlich. dazu zwingt, zumindest sich selbst gegenüber ehrlich zu sein.
FAZIT
Eine tiefgründige Beziehungsgeschichte, die viele Fragen in den Raum stellt und den Leser dazu anregt sich mit seiner eigenen Lebensgeschichte auseinanderzusetzen.



