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Kategorie: Krimis & Thriller

EISFELD

EISFELD

Eisfeld, Steffen Weinert

BUCHINFO
Eisfeld, Steffen Weinert
Knaur  ISBN 978-3-426-44821-2
304 Seiten, Taschenbuch, € 12,99

INHALT
Mara Eisfeld – eben erst zur neuen Leiterin der 9. Mordkommission im Berliner LKA befördert – sollte eigentlich nur den Tod eines Einbrechers untersuchen. Doch in dem Haus am nördlichen Stadtrand stößt sie auf einen geheimen Kellerraum, in dem sich ein düsteres Geheimnis verbirgt. Hier findet sie Hinweise auf die vor zehn Jahren als Teenager spurlos verschwundene Katharina Stellkamp. Mara war damals kurzzeitig an den Ermittlungen beteiligt, und seitdem hat sie der Fall nicht mehr losgelassen. Deshalb setzt sie nun alles daran, die junge Frau zu finden und aus der Gewalt ihres Entführers zu befreien.

REZENSION
Obwohl sie es endlich auf den Posten geschafft hat, auf den sie immer gehofft hat, ist die neugebackene Leiterin der 9. Berliner Mordkommission Mara Eisfeld nicht wirklich glücklich. Dies liegt zum einen an ihrer häuslichen Situation, zum anderen aber auch an ihrem ersten Fall, der sie gleich auf mehreren Fronten über die Gebühren herausfordert. Während Maras neues Team voll auf ihrer Seite steht, weht ihr von höherer Stelle ein ungewöhnlich kalter Wind entgegen. Von Kooperation keine Spur. Im Gegenteil, obwohl sie auf der richtigen Spur zu sein scheint, stößt sie bei einigen ihrer Vorgesetzen auf unerwarteten Widerstand. Um den Fall zu lösen, verstößt sie bewusst gegen die geltenden Vorschriften. Damit bringt sie sich allerdings in Teufels Küche und wenn sich nicht unerwartet die Spreu vom Weizen getrennt hätte, wäre ihre Karriere schon zu Ende gewesen, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat.

FAZIT
Eine temporeiche Geschichte, die den Leser bis ans Ende zu fesseln weiß.

ALPSTEIN

ALPSTEIN

Alpstein, Silvia Götschi

BUCHINFO
Alpstein, Silvia Götschi
emons  ISBN 978-3-7408-2107-4
336 Seiten, Klappenbroschur, € 20,00

INHALT
Eigentlich sollte es der schönste Tag im Leben werden. Doch die romantische Hochzeit im Appenzellerland verwandelt sich jäh in einen Alptraum, als der Bräutigam kurz nach der Trauung in den Tod stürzt. Milagros von Wirth, die zu den Gästen gehört, glaubt nicht an einen Unfall, denn das Opfer war ein erfahrener Bergsteiger. Sie bittet ihren Sohn, Privatdetektiv Max von Wirth, und seine Kollegin Federica Hardegger um Hilfe, aber sie können nicht verhindern, dass es weitere Tote gibt – und Fede unter Mordverdacht gerät.

REZENSION
Als Heinrich Manser, ein bekannter und erfahrener Bergsteiger, ausgerechnet an seinem Hochzeitstag tödlich verunglückt, werden schnell Stimmen laut die einen Unfall stark infrage stellen. Dies ruft, außer der ermittelnden örtlichen Polizei, die zufällig zur Hochzeitsfeier geladene Lebedame Milagros von Wirth auf den Plan, die nichts Eiligeres zu tun hat, als ihren Sohn Max, nebst seiner Verlobten, an ihre Seite zu beordern um ihn eigenmächtig mit den Ermittlungen zu beauftragen.

Was folgt, ist ein munteres hin- und her, dass an gefühlsbetonten Szenen nicht spart und den zahlreich auftretenden Paradiesvögeln reichlich Gelegenheit gibt ihre exzentrische Seite auszuspielen. Entsprechend illuster gestalten sich die zur Aufklärung gestarteten Aktionen, die wenig zielführend von einem ins nächste Desaster führen.

FAZIT
Ein unterhaltsames Krimi-Märchen, dass an eine Neuinszenierung von Grimms Rotkäppchen erinnert, in der die Rollen von Gut und Böse neu besetzt worden sind.

DER SPIELER

DER SPIELER

Der Spieler, Inge Löhnig

BUCHINFO
Der Spieler, Inge Löhnig
Penguin  ISBN 978-3-328-11229-7
448 Seiten, Klappenbroschur, € 17,00

INHALT
Es sind herausfordernde Zeiten für Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort. Nach der Kündigung der geliebten Münchner Mietwohnung hängt der Haussegen schief. Zudem bittet ihn eine norwegische Kollegin um dringende Hilfe: Ein deutsches Rentnerpaar ist vor seinem Ferienhaus im Fjord ertrunken, doch der Unfall wirkt inszeniert. Dühnfort ist alarmiert, als er kurz darauf auf einen ähnlichen Todesfall stößt. An beiden Tatorten wurde ein Spielstein eines Gesellschaftsspiels hinterlassen. Auf den ersten Blick enden hier die Gemeinsamkeiten – doch Dühnforts Intuition sagt ihm, dass er einer Serie von Verbrechen auf der Spur ist … Und dass das Spiel des Täters noch lange nicht zu Ende ist.

REZENSION
Eigentlich ist die Kündigung der Wohnung nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Kommissar Dühnfort der im Gegensatz zu seiner Frau Gina, in der Kündigung den Anlass zu einer radikalen Lebensänderung sieht, beginnt vom Leben auf dem Land zu träumen. Gina ist entsetzt, ein Wort ergibt das andere und schon stecken beide in einer tiefen Beziehungskrise. Während Dühnfort bei den Ermittlungen in seinem neuesten Fall ausreichend das Landleben studieren kann, hält Gina bewusst dagegen und zieht umgehend erste Konsequenzen. Dies reduziert die Möglichkeiten sich auszusprechen enorm. Dazu kommt, dass beide eigentlich genug damit zu tun haben, ihre aktuellen Fälle zum Abschluss zu bringen.

FAZIT
Obwohl in Dühnforts zehntem Fall sein Privatleben zu stark im Vordergrund steht, gibt es genügend Anlass zur Hoffnung, dass er demnächst wieder zu altem Format auflaufen wird.