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Kategorie: Romane

Am liebsten sitzen alle in der Küche

Am liebsten sitzen alle in der Küche

Am liebsten sitzen alle in der Küche, Julia Karnick

Drei Frauen, die von ihrem Typ her nicht unterschiedlicher sein könnten, werden entgegen aller Erwartung zu Freundinnen. Dabei erfahren sie auf mehr oder weniger leidvolle Weise, dass das Leben immer für eine Überraschung gut ist, eingefahrene Wege nicht immer die sichersten und neue Wege nicht immer die besten sind. Dementsprechend bleibt es nicht aus, dass ihre Freundschaft von Höhen und Tiefen durchzogen, zu einer gefühlsmäßigen Achterbahnfahrt wird. Von ernüchterter Selbsterkenntnis dazu gezwungen, landen aber alle irgendwann letztendlich wieder in der Realität und – der Küche.

Fazit
Eine unterhaltsame Abrechnung mit dem Leben im Allgemeinen und den Männern im Besonderen.

BUCHINFO
Am liebsten sitzen alle in der Küche, Julia Karnick
dtv  ISBN 978-3-423-26333-7
352 Seiten, Klappenbroschur, € 16,95

Die Lügen

Die Lügen

Die Lügen, Lesley Kara

Gerade als das Leben für Lizzie endlich beginnt rund zu laufen, wird sie vollkommen unverhofft von ihrer Vergangenheit eingeholt. Dies trifft sie nicht nur psychisch, sondern auch körperlich ziemlich hart. Während sie auf der einen Seite Rückhalt bei ihren Eltern findet, schleichen sich langsam Zweifel an deren Aufrichtigkeit ein. In ihrer Not klammert sie sich an ihren Verlobten, bei dem sie sich bisher gut aufgehoben gefühlt hat. Doch sein Verhalten gibt ihr zunehmend Rätsel auf. Als sie deshalb beginnt sein Verhalten zu hinterfragen, setzt sich langsam ein schlüssiges Bild vor ihren Augen zusammen, das ihr das Blut in den Adern gerinnen lässt.

Fazit
Eine fesselnde Psychogeschichte, die mit ihrem überraschenden Ende sämtliche Spekulationen zu Makulatur macht.

BUCHINFO
Die Lügen, Lesley Kara
dtv  ISBN 978-3-423-26321-4
336 Seiten, Klappenbroschur, € 15,95

Der große Fehler

Der große Fehler

Der große Fehler, Jonathan Lee

Ein ansprechendes Cover, das in Verbindung mit dem Klappentext, neugierig darauf macht, Andrew Haswell Green den Father of Greater New York kennenzulernen. Auch wenn Green bereits auf den ersten Seiten ermordet wird und man sich naturgemäß zunächst die Frage nach Täter und Motiv stellt, ist man, bevor es an die Aufklärung des Falls geht, gerne dazu bereit, sich mit dessen Lebensgeschichte zu beschäftigen. Schwer enttäuscht stellt man dann fest, dass diese sich in langatmigen Rückblicken und Episoden seines Lebens verliert, die wenig dazu beitragen, Green richtig kennenzulernen. Erst gegen Ende, als es doch noch darum geht den Mord an ihm aufzuklären, kommt ein wenig Bewegung in die Geschichte, die dadurch aber auch nicht mehr zu retten ist.

Fazit
Eine langatmige und anstrengende Lektüre, die den Erwartungen nicht gerecht wird und eine gehörige Portion Ausdauer erfordert, um bis zur letzten Seite durchzuhalten.

BUCHINFO
Der große Fehler, Jonathan Lee
Diogenes  ISBN 978-3-257-07191-7
368 Seiten, Hardcover Leinen, € 25,00