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Kategorie: Romane

Babysitter

Babysitter

Babysitter, Joyce Carol Oates

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Babysitter, Joyce Carol Oates
Nagel und Kimche  ISBN 978-3-312-01406-4
624 Seiten, Taschenbuch, € 15,00

INHALT
Detroit, in den späten 1970ern: Hannah, Ehefrau und Mutter, beginnt eine Affäre mit einem gefährlichen Fremden; Mikey, der sich mit zwielichtigen Aufträgen durchschlägt, beschließt, sich endlich seiner traumatischen Vergangenheit zu stellen; und dann ist da dieser Serienkiller, der als Mörder kleiner Kinder unter dem Namen Babysitter Berühmtheit erlangt – eine rätselhafte Figur mit augenscheinlichen Verbindungen zur Elite Detroits, der jedoch bisher jeglicher Vergeltung entkam.
Während Hannah dem Mann, den sie nur unter dem Namen Y. K. kennt, zunehmend verfällt, scheint auch der Babysitter immer näher zu kommen. Und erneut verschwindet ein Kind direkt aus Hannahs Nachbarschaft.

REZENSION
Hannah, eine mitteljunge Ehefrau und Mutter, lässt sich auf ein gewagtes Verhältnis ein, dass sich recht schnell zu einem regelrechten Alptraum entwickelt. Obwohl sie sich von Beginn an benutzt fühlt, glaubt sie unbeirrt an die unbeschwerte Zukunft, die ihr vorgegaukelt wird. Tapfer erträgt sie sämtliche Demütigungen, die sie zwar immer verletzlicher machen, ihr aber trotzdem das Gefühl geben auf dem richtigen Weg zu sein. Selbst als sich ihr Verdacht erhärtet, dass sie es mit einem gesuchten Serienkiller zu tun hat, gelingt es ihr nicht sich aus der Verbindung zu lösen und der Wahrheit ins Gesicht zu schauen.

FAZIT
Eine tragische Beziehungsstory, die auf den ersten Blick aus der Zeit gefallen zu sein scheint, sich aber gerade im Zeitalter von Social Media, in Varianten immer wiederholen wird.

An Liebe führt kein Weg vorbei

An Liebe führt kein Weg vorbei

An Liebe führt kein Weg vorbei, Anne Sanders

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An Liebe führt kein Weg vorbei, Anne Sanders
HarperCollins  ISBN 978-3-365-01022-8
304 Seiten, Taschenbuch, € 13,00

INHALT
Lucy Dixon, personifizierte Fröhlichkeit aus Texas, ist der Liebe wegen in die Chestnut Road gezogen. Aber jetzt verzögert sich der Umzug ihres Verlobten, sodass sie allein dasteht. Und das fast wortwörtlich, weil zudem der Container mit ihrem Hab und Gut auf hoher See verschwunden ist. Als Lucy denkt, schlimmer kann es nicht werden, hört sie plötzlich seltsame Geräusche in ihrem Apartment – spukt es hier etwa? In einem Anflug von Panik greift sie sich den erstbesten Nachbarn, der ihr im Treppenhaus begegnet: Spiele-Entwickler Oliver Bellingcourt. Er, das genaue Gegenteil von Lucy, wird ihr Rettungsanker in mehrfacher Hinsicht. Und schon bald ist das ganze Haus überzeugt: An Liebe führt bei diesen beiden kein Weg vorbei!

REZENSION
Obwohl Lucy eigentlich eine Frohnatur ist, vergeht ihr das Lachen nach ihrer Ankunft in dem verträumten englischen Städtchen Brighton ziemlich schnell. Bis auf wenige Lichtblicke, in Gestalt ihrer neuen Nachbarn, schwimmen ihr hinsichtlich ihrer Zukunftsaussichten mit ihrem Verlobten Dan, langsam aber sicher die Felle davon. Doch bis sie soweit ist sich einzugestehen, dass Dan im Grunde genommen nicht zu ihr passt, ist sie noch meilenweit entfernt. Erst als Dan es in seinem Egoismus auf die Spitze treibt, begreift Lucy worauf sie sich mit ihm als Partner in Wahrheit eingelassen hat. In der Hoffnung, dass es noch nicht zu spät ist, startet sie vollkommen neu durch.

FAZIT
Ein absolut liebenswerter Roman, der mit seinen vielen verschiedenen Charakteren und einem perfekt inszenierten Setting eine ganz besondere Atmosphäre schafft.

Onkel Paul

Onkel Paul

Onkel Paul, Celia Fremlin

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Onkel Paul, Celia Fremlin
Dumont  ISBN 978-3-8321-6847-6
284 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, € 22,00

INHALT
Die Sommerferien haben begonnen: In einem beschaulichen Ferienort am Meer bauen Isabel und ihre Schwester Meg mit den Kindern Sandburgen, streiten sich um Liegestühle und essen Eis in der Sonne. Doch dann legt sich ein Schatten über die Idylle: Isabels und Megs ältere Halbschwester Mildred, notorisch neurotisch und wieder einmal in einer Krise, ist in ein nahe gelegenes Cottage zurückgekehrt. Als die Schwestern an diesem Ort zusammenkommen, erinnern sie unweigerlich ein prägendes Ereignis, das sich den Weg in die Gegenwart zu bahnen droht: Vor ziemlich genau 15 Jahren wurde Mildreds Ex-Mann, der sagenumwobene Onkel Paul, wegen versuchten Mordes an seiner ersten Frau verhaftet.
Kehrt Paul nun nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis zurück, um sich an denen zu rächen, die ihn einst verraten haben? Oder lassen sich die drei von ihren Nerven übermannen? War da nicht ein Klopfen zu hören? Und wem, um Himmels willen, gehören diese Fußspuren? Meisterhaft erschafft Celia Fremlin in diesem Spannungsklassiker eine Atmosphäre, die auch im Sommer für Gänsehautmomente sorgt.

REZENSION
Wie ein dunkler Schatten schwebt, der schon lange von der Bildfläche verschwundene Onkel Paul, über dem Leben der drei Halbschwestern Mildred, Meg und Isabel. Obwohl die drei eigentlich nicht recht miteinander können, ist für sie ein Leben ohne sich umeinander zu sorgen, undenkbar. Während der imaginäre Onkel seine Spielchen treibt, kommen die charakterlichen Unterschiede der Schwestern und ihre Eigenarten immer stärker zum Vorschein und es ist absehbar dass es nicht lange dauert, bis die Seifenblase zerplatzt. Doch bis es soweit ist, bleibt den zahlreichen Randfiguren genügend Zeit, für zusätzliche Verwirrung zu sorgen und so das Spiel auf die Spitze zu treiben.

DAS ECHO
Eine langatmige Geschichte, die sich in einer Endlosschleife unermüdlich zu wiederholen scheint, bevor das wenig überraschende Ende den Leser erlöst.