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Kategorie: Romane

Die dunkle Seite der Schokolade

Die dunkle Seite der Schokolade

Die dunkle Seite der Schokolade, Dina Casparis

BUCHINFO
Die dunkle Seite der Schokolade, Dina Casparis
emons  ISBN 978-3-7408-2627-7
400 Seiten, Taschenbuch, € 18,00

INHALT
Serafine Montalin nimmt einen Job als interne Ermittlerin in einem Schokoladenkonzern an – mit einem heimlichen Ziel: Sie will den Jahre zurückliegenden angeblichen Unfalltod ihres Vaters aufklären. Doch weitere verdächtige Machenschaften und der erbitterte Übernahmekampf um die Schokoladenfabrik Grison werden Serafine zum Verhängnis. Sie gerät zwischen die Fronten – und stößt auf ein düsteres Kapitel in der Vergangenheit eines Schweizer Schokoladenherstellers, das sie ganz persönlich betrifft …

REZENSION
Serafine Montalin hat nur ein Ziel – um endlich ihren Frieden mit sich selbst machen zu können, muss sie den Mörder ihres Vaters finden und überführen. Doch dazu braucht sie unbedingt Zugang zu den alten Akten und Unterlagen. Kurz entschlossen bewirbt sie sich als interne Ermittlerin bei der Schokoladenfirma, in der ihr Vater ums Leben gekommen ist. Dort stößt sie recht schnell auf einige Ungereimtheiten. Doch viel Zeit diesen nachzugehen bleibt ihr nicht, denn die Vergangenheit holt sie schneller ein als sie es nachvollziehen kann. Hin- und hergerissen zwischen Gefühlen und logischen Aspekten versucht sie eine Entscheidung zu treffen.

FAZIT
Eine überfrachtete Story, die mit zu vielen unrealistischen Szenen viel von ihrer Glaubwürdigkeit einbüßt.

Ein Brief aus München

Ein Brief aus München

Ein Brief aus München, Hakan Nesser

BUCHINFO
Ein Brief aus München, Hakan Nesser
btb  ISBN 978-3-442-77571-2
432 Seiten, Taschenbuch, € 14,00

INHALT
Schweden, Weihnachten 2020: der bekannte Künstler Ludvig Rute lädt – den Einschränkungen der Coronapandemie zum Trotz – seine drei Geschwister samt Anhang über die Feiertage in ein abgelegenes Anwesen in der Nähe eines Waldes ein. Obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet, sind sie von weit her angereist. Sie haben sich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen, die Atmosphäre ist angespannt. Es wird nicht besser, als der Gastgeber am Morgen des 25. Dezembers tot aufgefunden wird. Bei starkem Schneefall nehmen Gunnar Barbarotti und seine Kollegin und Ehefrau Eva Backman den Fall auf, der an einen alten englischen Kriminalroman erinnert. War es ein Bilderdieb, der in das Haus eingedrungen ist, oder kommt der Täter aus der Familie?

REZENSION
Wenn sich vier Geschwister, die außer ihrer Abstammung nichts weiter miteinander verbindet, durch eine Intrige dazu gebracht werden Weihnachten unter einem Dach zu verbringen, ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann es zur Eskalation kommt. Dass diese in einem Mordfall gipfelt, scheint zunächst nur die logische Konsequenz eines wohlgehüteten Geschwistergeheimnisses zu sein. Doch der Fall ist wesentlich tiefgründiger und verlangt von den ermittelnden Kommissaren viel Fingerspitzengefühl, um den Mörder aus der Reserve zu locken.

FAZIT
Ein spannender Roman, der sich durch seine scharf gezeichneten Protagonisten und den feinen Humor der ermittelnden Kommissare auszeichnet.

Kleine Morde erhalten die Nachbarschaft

Kleine Morde erhalten die Nachbarschaft

Kleine Morde erhalten die Nachbarschaft, Gay Marris
Kleine Morde erhalten die Nachbarschaft, Gay Marris
dtv  ISBN 978-3-423-22138-2
432 Seiten, Klappenbroschur, € 13,00

INHALT
London, 1968. Die Ära der Miniröcke und der Beatles ist angebrochen. Nicht jedoch in der Atbara Avenue. Denn hier legt man noch Wert auf die guten alten Manieren: Man grüßt seine Nachbarn, kümmert sich ansonsten aber um seine eigenen Angelegenheiten. Der Kirchenbesuch ist nicht wegzudenken, der Tee wird penibel warmgehalten und die Autos werden wöchentlich gewaschen. Doch wenn man etwas genauer hinsieht, entdeckt man, dass sich selbst hinter den gestärkten Gardinen der beschaulichen Vorstadtstraße und einem freundlichen Lächeln die dunkelsten Geheimnisse verbergen können: uralte Flüche, verblasster Glamour und mehr als ein kaltblütiger Mörder. Herzlich willkommen in der Atbara Avenue!

REZENSION
Ein recht überschaubarer Schauplatz – sollte man meinen. Doch in der Atbara Avenue wohnt das Verbrechen gewissermaßen Tür an Tür. Hinter den nach außen hin so untadelig erscheinenden Fassaden, liegt so einiges im Argen. Während manche noch an ihren geplanten Taten basteln, gibt es so einige, die peinlich genau darauf achten müssen sich, in ihrem Übereifer nicht zu verraten und ihr Geheimnis preiszugeben. Doch wie es das Schicksal so will, scheint es ausgerechnet immer denjenigen in die Hände zu spielen, die dazu bereit sind ihren Gedanken Taten folgen zu lassen. Ein fataler Trugschluss, der sich gnadenlos seinen eigenen Weg sucht …

FAZIT
Ein äußerst makabreres und höchst unterhaltsames Lesevergnügen, das stark an die bitterbösen Kurzgeschichten von Roald Dahl (
1990) erinnert.