BERLINER NACHT

BERLINER NACHT

Der Tod einer misshandelten jungen Prostituierten, die auf der Flucht vor ihrem Peiniger, vollkommen kopflos in ein Auto gelaufen ist, löst nicht nur bei Kommissar Peter Heiland tiefe Betroffenheit aus. Auch seine Kollegen reagieren entsetzt und es gibt keinen im Team, der nicht dazu bereit ist, sich mit voller Kraft in die Ermittlungen zu stürzen. Obwohl dies dazu führt, dass sie mit eigenständigen und unkoordinierten Aktionen wertvolle Zeit verlieren, gelingt es ihnen gerade noch rechtzeitig, ihre Ermittlungsergebnisse zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammenzuführen, um so den Fall allumfassend zu lösen.

Fazit
Ein sehr emotionaler Krimi, der durch die realistisch eingebundene Corona-Problematik, die Story zu einem Stück Zeitgeschichte macht.

BUCHINFO
Berliner Nacht, Felix Huby
Gmeiner  ISBN 978-3-8392-0236-4
243 Seiten, Klappenbroschur, € 15,00

SØG LAND OHNE LICHT

SØG LAND OHNE LICHT

Kommissarin Nina Portland ist sauer. Als sie von ihrem Chef dazu verdonnert wird die Routineuntersuchungen im Fall eines havarierten Privatflugzeugs zu übernehmen, fühlt sie sich, wie in letzter Zeit schon öfter, aufs Abstellgleis geschoben. Dies ändert sich erst, als sie glaubt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem mysteriösen Absturz und dem in Esbjerg schwelenden Bandenkrieg gibt. Mit Feuereifer stürzt sie sich, ihre privaten Probleme verdrängend, in die Ermittlungen. Dies führt naturgemäß zu einigen Irrungen und Verwirrungen, die zwar absolut menschlich sind, aber auch dazu beitragen, dass sich die Aufklärung des Falls übermäßig lange hinzieht.

Fazit
Ein eher enttäuschender Abschluss einer vielversprechend gestarteten Trilogie.

BUCHINFO
SØG – Land ohne Licht, Jens Henrik Jensen
dtv ISBN 978-3-423-22002-6
592 Seiten, Klappenbroschur, € 11,95

TATORT HEIDELBERG

TATORT HEIDELBERG

Obwohl man ihm die Tat nicht wirklich nachgeweisen kann, wird Leonhard Siefert nach einem aufwendigen und langwierigen Prozess im Jahr 1921 für schuldig befunden einen grausamen Doppelmord begangen zu haben. Während man einerseits darum bemüht ist den Fall sorgfältig aufzuklären, gerät durch die von Anfang an feststehende Vorverurteilung des Verdächtigen, sowie die äußerst manipulative Befragung der Zeugen, das ganze Verfahren immer mehr zur Farce. Damit und dass eine Verurteilung bereits vor Prozessbeginn schon längst besiegelt ist, hat der Fall nie eine echte Chance gehabt restlos aufgeklärt zu werden.

Fazit
Eine interessante Rekonstruktion, eines historischen Kriminalfalls, der als abschreckendes Beispiel behördlicher Willkür, bis heute nichts an Brisanz verloren hat.

BUCHINFO
Tatort Heidelberg, W.P.A. Schneider
Gmeiner  ISBN 978-3-8392-0307-1
316 Seiten, Taschenbuch, € 14,00