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Kategorie: Krimis & Thriller

48 Stunden. Die Wahrheit kann tödlich sein

48 Stunden. Die Wahrheit kann tödlich sein

48 Stunden. Die Wahrheit kann tödlich sein, Chris Pavone

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48 Stunden. Die Wahrheit kann tödlich sein, Chris Pavone
Penguin  ISBN 978-3-326-11099
624 Seiten, Taschenbuch, € 13,00 

INHALT
Als Ariel Pryce in ihrem Hotelzimmer in Lissabon erwacht, ist ihr Mann John wie vom Erdboden verschwunden. Keine Nachricht, das Handy ausgeschaltet. Ariel spürt, dass etwas nicht stimmt. Doch weder die Polizei noch die US-Botschaft glauben ihr. Stattdessen wird sie mit Fragen konfrontiert, auf die sie keine Antwort hat: Was genau sind die Geschäfte, wegen derer John überhaupt nach Lissabon gekommen ist? Wer könnte von seinem Verschwinden profitieren? Und warum weiß Ariel so wenig über ihren eigenen Ehemann?

Dann bekommt sie einen Anruf mit einer Lösegeldforderung für John. Drei Millionen Dollar binnen 48 Stunden. Ariel läuft die Zeit davon. Und der Einzige, der ihr in dieser Situation helfen könnte, ist der, mit dem sie nie wieder etwas zu tun haben wollte …

REZENSION
Es ist schon eine ungewöhnliche Situation, mit der sich Ariel Pryce konfrontiert sieht, als sie morgens erwacht und feststellen muss, dass ihr Ehemann trotz der vorausgegangenen leidenschaftlichen Nacht nicht neben ihr liegt. Kein Wunder, dass sie vollkommen panisch reagiert und versucht Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen um ihn zu finden. Keine leichte Aufgabe, für eine in Lissabon gestrandete Touristin, die nur wenig dazu beitragen kann den zuständigen Beamten sachdienliche Informationen zu liefern. Entsprechend vielfältig sind deren Theorien, die dazu führen, dass Ariel immer weiter ins Fadenkreuz der Ermittlungen gerät. Obwohl alle Indizien darauf hindeuten, dass es sich um einen ausgeklügelten Plan handelt, sind den zuständigen Behörden ohne einen konkreten Beweis die Hände gebunden.

FAZIT
Eine Story, die nur schwerfällig in Gang kommt bevor sie genügend Spannungspotential entwickelt, um den Leser bis zum Ende bei der Stange zu halten.

Dunkle Asche

Dunkle Asche

Dunkle Asche, Jona Thomsen

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Dunkle Asche, Jona Thomsen
HarperCollins  ISBN 978-3-365-00845-4
336 Seiten, Taschenbuch, € 14,00

INHALT
Sommer 1992 an der Ostsee: Eine Partynacht im Badeort Kalifornien endet mit einem brutalen Mord. Eine junge Frau wird in einem Ferienhaus mit zwölf Messerstichen getötet, die Leiche anschließend in Brand gesteckt. Ein Mörder kann nicht ermittelt werden.

Dreißig Jahre später wird Gudrun Möller mit ihrer neuen Kollegin Judith Engster von der Cold Case Unit der Landeskriminalpolizei in ein Kieler Hospiz gerufen. Ein Zeuge aus Kalifornien möchte eine Aussage machen, um vor seinem bevorstehenden Tod Frieden zu finden. Der ehemalige Besitzer eines Strand-Imbisses beschuldigt seine eigene Tochter – die bis dahin niemals im Visier der Ermittler war. Die Kommissarinnen holen den Fall aus dem Archiv, die Cold Case Unit nimmt ihre gewohnte Arbeit auf, und mit neuen Forschungsmethoden ergibt sich schnell eine neue Spur. Doch der Täter von damals beobachtet die Ermittlungen genau – und er weiß, dass sich das Netz immer enger zieht …

REZENSION
Damit, dass das Geständnis eines alten Mannes kurz vor seinem Tod, zu einer aufregenden Jagd nach einem Mörder wird, der vor dreißig Jahren eine junge Frau getötet hat, hätten die beiden Cold-Case-Ermittlerinnen Gudrun Möller und Judith Engster nie gerechnet. Doch es dauert nicht lange bis ihnen klar ist, dass sie es mit einem besonders sensiblen Cold Case zu tun haben, bei dem die offensichtlichen Indizien möglicherweise dazu geführt haben, dass man sich damals vorschnell auf einen Täter eingeschossen hat. Als sich dank moderner Techniken ein ganz neues Bild des möglichen Tathergangs ergibt, fällt es ihnen zunehmend schwerer sich dem alten Verdacht anzuschließen. Aber erst als sie auf die Stimme ihres Bauchgefühl vertrauen, gelingt es ihnen auf die richtige Spur zu kommen – nicht ahnend, dass sie damit haarscharf neben der Wahrheit liegen.

FAZIT
Ein packender Pageturner, der bis zu seiner tragischen Auflösung für spannende Unterhaltung sorgt.

Das Fräulein muss sterben

Das Fräulein muss sterben

Das Fräulein muss sterben – Grän & Waldenfels
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Das Fräulein muss sterben, Grän & Waldenfels
Droemer  ISBN 978-3-426-44688-1

352 Seiten, Klappenbroschur, € 17,99

INHALT
Bonn, 1972: In ihrem Penthouse feiert die niederländische Journalistin Nelie Hendriks, dass Willy Brandt das Misstrauensvotum überstanden hat. Zu ihrer illustren Gästeschar gehören neben einigen Damen der Nacht vor allem Spione und Politiker. Hat einer von ihnen die Finger im Spiel, als Nelie in den Tod stürzt?

Kommissarin Clara Frings darf untergeordnet ermitteln, stößt in der Männerwelt der kleinen Hauptstadt am Rhein jedoch schnell an ihre Grenzen. Clara macht Fehler und muss dafür bezahlen. Die Emanzipation der Frauen hat gerade erst begonnen, und das gesellschaftliche Leben wird bestimmt vom Paragraph 218, Studentenprotesten, RAF-Bomben und Radikalenerlass. Erst am Tag von Willy Brandts Rücktritt wird Clara endlich Antworten finden …

REZENSION
Clara Frings, eine junge engagierte Kommissarin, die bei einem Routineauftrag zufälligerweise auf Ungereimtheiten, in einem als Selbstmord eingestuften Todesfall stößt, sieht damit ihre Chance gekommen sich endlich zu beweisen. Eine, für das Jahr 1972, mutige Kampfansage an die allmächtige Männerdomäne, die noch weit davon entfernt ist Frauen als gleichberechtigt anzuerkennen. Trotz etlichen Rückschlägen, gelingt es Clara sich selbst treu zu bleiben und ihr Ding durchzuziehen. In der Hoffnung, dass es ihr, entgegen den Anweisungen von oben, doch noch gelingt den Fall aufzuklären, beschließt sie ihrem Bauchgefühl zu folgen und einen Alleingang zu starten.

FAZIT
Ein beeindruckender Roman, in dem die angespannte gesellschaftliche und politische Stimmung der 70er Jahre, zu einer spannenden und informativen Story verschmelzen.