Tot bist du perfekt

Tot bist du perfekt

Tot bist du perfekt, JP Delany

Es hat schon etwas Gespenstisches, wenn nach dem Tod eines Menschen plötzlich sein genaues Ebenbild als Cobot auf der Bildfläche erscheint. So faszinierend diese Vorstellung einerseits auch sein mag, so beklemmend ist auf der anderen Seite das Gefühl, dass damit eine künstliche Intelligenz geschaffen worden ist, die nach Belieben manipuliert und gesteuert werden kann. Und was passiert, wenn der Cobot anders als vorgesehen, ein Eigenleben entwickelt? Wie sieht es mit ethischen Grundsätzen bei der Programmierung aus? Fragen und Überlegungen, die Tim in seiner überzogenen Selbstsucht nicht interessieren. Ein Fehler, der eine ungeahnte Kettenreaktion auslöst, die sich als tödliche Falle erweist.

Fazit
Ein spannender Si-Fi-Thriller, der einen trotz allem Unbehagen, bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht.

BUCHINFO
Tot bist du perfekt, JP Delany
Penguin  ISBN 978-3-328-10787-3
448 Seiten, Taschenbuch, € 10,00

Die Stiftochter

Die Stiftochter

Die Stieftochter, Ildy Bach

Bereits kurz nachdem Tess damit begonnen hat die Nacht in der ihr Vater ermordet worden ist, zu rekonstruieren, ist sie sich nicht mehr sicher, ob ihre Stiefmutter zu Recht verurteilt worden ist. Zu viele wichtige Details, die zwar in den Ermittlungsakten aufgeführt sind, aber nie weiterverfolgt wurden, erhärten ihren Verdacht. Obwohl sie eigentlich mit ihrer Familie nie wieder etwas zu tun haben wollte, muss sie, um den Fall zu lösen, jetzt nicht nur über ihren eigenen Schatten springen, sondern auch riskieren, dass sie selbst zum Opfer eines perfide eingefädelten Verbrechens wird.

Fazit
Eine abgründige Story, die nur langsam in Gang kommt, bevor sie an Tempo zulegt und mit einer unvorhersehbaren Lösung überrascht.

 

BUCHINFO
Die Stieftochter, Ildy Bach
dtv  ISBN 978-3-423-26225
400 Seiten, Klappenbroschur, € 15,90

Mostbarone

Mostbarone

Mostbarone, Helmut Scharner

Ein toter Mostbaron und ein eindeutiger Hinweis auf den mutmaßlichen Täter – Major Brandner ist sich sicher, den Fall schnell ad acta legen zu können. Dass er damit in eine bewusst gelegte Falle tappt, dämmert ihm viel zu spät. Aber da ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und ohne aus seinem Fehler zu lernen, ermittelt er unerschrocken im gleichen Stil weiter. Ohnehin macht er sich lieber Gedanken darüber was seine Familie, die unweit vom Tatort Urlaub macht gerade treibt und ob es sich für ihn mit einem kurzen Besuch ausgeht. Auf diese Weise plätschert die Story nervig lange vor sich hin, bevor ein unglaubwürdiges Showdown dem Ganzen ein Ende macht.

Fazit

Eine literarische Zumutung, die selbst von einem süffigen Most und einer deftigen Brettljause nicht gerettet werden kann.

BUCHINFO
Mostbarone, Helmut Scharner
Gmeiner  ISBN 978-3-8392-0181-7
314 Seiten, Taschenbuch, € 14,50