„Tödliches Elsass“ – Jules Vitrac

Tödliches Elsass, Jules Vitrac

TÖDLICHES ELSASS – Jules Vitrac
Verlag: rororo
Erscheinungsdatum: 17. September 2019
336 Seiten, Taschenbuch
Preis: € 9,99
eBook: € 9,99
ISBN: 978-3-499-27628-6

Inhalt
Der 3. Band in der beliebten Elsass-Krimiserie: Perfekter Stoff für Liebhaber des Elsass, für Regiokrimi-Fans, für Leser von Jean-Luc Bannalec und Martin Walker. Ein klug gestrickter Krimi, charmant, kenntnisreich und unterhaltsam.
In heller Panik läuft eine junge Frau mitten in der Nacht aus dem alten Maison des Chevaliers. Ein Gespenst habe sie zu Tode erschreckt! Immerhin ist der Herrenhausbesitzer Hugo Filipier froh, seine aktuelle Geliebte auf diese Weise elegant los zu sein. 
Kurz darauf ist die Frau tot. Wasser auf den Mühlen der abergläubischen Dorfbewohner: La Dame Blanche, die Weiße Dame, Künderin nahenden Unheils, treibe in Eguisheim ihr Unwesen. Alle sarkastischen Bemerkungen von Chef de Police Céleste Kreydenweiss helfen da rein gar nichts. Als Céleste noch eine weitere Leiche im sonst so beschaulichen Eguisheim findet, haben sie und ihr akkurater Brigadier Luc Bato einen handfesten Fall zu lösen, der unheimlicher ist als jede Spukgeschichte.

Rezension
Fast könnte man meinen, dass Kommissarin Céleste Kreydenweiss und ihr Brigadier Luc Bato die merkwürdigsten Verbrechen geradezu magisch anziehen. Zwei rätselhafte Todesfälle in kurzer Zeit, lassen die Angst in dem kleinen Ort Eguisheim, geschürt von allerlei abergläubischen Geschichten, erneut hochkochen. Obwohl Kreydenweiss und Bato damit im Grunde genommen allein klarkämen, gebietet der Amtsweg, wie auch schon in den vorherigen Fällen, die Brigade und damit Captain Wolfsburger einzuschalten. Dies führt natürlich zu den üblichen Differenzen und so sind alle heilfroh, als der Captain krankheitsbedingt ausfällt. Relativ schnell gelingt es ihnen darauf, in konstruktiver Zusammenarbeit die wichtigsten Indizien zu analysieren und auszuwerten. Schon bald zeigt sich, dass es einen Zusammenhang zwischen den beiden Opfern geben muss und sich alles ganz anders abgespielt hat als sie bisher vermutet haben. Während Bato versucht, seine etwas gewagte scheinende Theorie durch handfeste Beweise zu untermauern, beginnt für Kreydenweiss eine spannende Schnitzeljagd, die sie in eine vollkommen neue Richtung führt. Doch das entscheidende Puzzleteil fehlt nach wie vor und erst nach einer schlaflosen Nacht, fällt es der Kommissarin wie Schuppen von den Augen und es gelingt ihr alles zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammenzusetzen.

Fazit
Ein erfrischend unkonventionelles Ermittlerduo, das mit seinem eigenwilligen, von Menschlichkeit geprägten Stil, von der ersten bis zur letzten Seite für kurzweilige Unterhaltung sorgt.