„Als Clara Dorn ein bisschen heilig wurde“ – Susanna Mewe

Als Clara Dorn ein bisschen heilig wurde, Susanna Mewe

ALS CLARA DORN EIN BISSCHEN HEILIG WURDE – Susanna Mewe
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 13. Januar 2017
288 Seiten, Klappenbroschur
Preis: € 14,90
eBook: € 12,99
ISBN: 978-3-423-26125-8

Inhalt
Clara Dorn (69) ist eine glückliche Egoistin, die vor allem eines nicht ist: alt! Als ihre beste (und einzige) Freundin Marie stirbt, denkt sie über die eigene Beerdigung nach und stellt sich beklommen die Frage: Was, wenn niemand kommt? Inspiriert von Lady Diana will sie sich jetzt ändern und eine moderne Heilige werden. Sie kehrt zurück in ihr Heimatdorf, quartiert sich bei ihrer Tochter Katrin ein und tritt dem „Club der Heiligen Herzen“ bei. Doch die Heiligsprechung lässt auf sich warten. Zwischen Clara und Katrin herrscht Eiszeit. Und Claras Erzrivalin Hilde Kühn macht ihr das Leben zur Hölle…

Rezension
Durch den Tod ihrer Freundin Marie vollkommen aus der Bahn geworfen, beschließt Clara Dorn ihr Leben zu ändern und sich von jetzt an nur noch um wirklich wichtigen Dinge zu kümmern. Kurz entschlossen kehrt sie Hamburg den Rücken und macht sich auf den Weg in ihren Heimatort. Diesen hat sie vor vielen Jahren, im Groll auf das kleinkarierte Dorfleben, und nach der ihrer Scheidung von ihrem langweiligen Ehemann ohne Abschied verlassen. So ist es kein Wunder, dass man sie dort nicht mit offenen Armen empfängt. Vor allem ihre mittlerweile längst erwachsene Tochter, ist alles andere als begeistert als sie so unverhofft vor der Tür steht. Dabei hat Clara sich alles so schön zurechtgelegt und bereits von einer wunderbaren und innigen Mutter-Tochter Beziehung geträumt. Um ihren Worten Taten folgen zu lassen, beschließt sie dem „Club der heiligen Herzen“ beizutreten und sich damit einen festen Platz in der Gemeinschaft zu sichern. Doch ihre Rechnung geht nicht auf und Clara sieht sich gezwungen ein wenig nachzuhelfen.

Fazit
Ein äußerst vergnüglich zu lesender Roman, dessen skurriler Humor für beste Unterhaltung sorgt und der bigotten Gesellschaft treffsicher einen Spiegel vorhält.