„Niemand ruht ewig“ – Theobald O. J. Fuchs

Niemand ruht ewig, Theobald O. J. Fuchs

NIEMAND RUHT EWIG – Theobald O. J. Fuchs
Verlag: arsvivendi
Erscheinungsdatum: 1. Juli 2016
279 Seiten, Taschenbuch
Preis: € 12,90
eBook: € 8,49
ISBN: 978-3-86913-632-5

Inhalt
Als Georg Degenhardt, Chef einer kleinen Bauunternehmung, eine Abwasserleitung durch den Friedhof gräbt, entdeckt er die Reste einer unbekannten Toten im Grab eines Selbstmörders. Wenige Wochen später stößt er auf eine zweite Leiche, und da die Polizei im Dunkeln tappt, hört er sich auf eigene Faust um. Denn der Freund seines Sohnes scheint auf dem Friedhof etwas gefunden zu haben, das Licht in die Sache bringen könnte. Außerdem beginnen der Zahnarzt und der pensionierte Richter des Ortes sich für Degenhardt zu interessieren und Fragen zu stellen. Der Bauunternehmer gewinnt immer mehr Einblicke in die Abgründe hinter den spießbürgerlichen Fassaden und wühlt sich tief in die Vergangenheit. Schließlich stößt er auf eine Verschwörung aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs …

Rezension
Ausgerechnet im Grab des Selbstmörders Fritz Bayerlein findet der Bauunternehmer Georg Degenhardt bei Bauarbeiten Teile einer unbekannten Person. Bayerlein der schon zu Lebzeiten für reichlich Wirbel im Dorf gesorgt hat, regt die Phantasie der Dorfbewohner zu allerlei, teilweise sehr gewagten, Spekulationen an. Die Aufregung um den aufregenden Fund ist noch nicht abgeklungen, als Degenhardt auf einen weiteren, unrechtmäßig vergrabenen Toten stößt. Das Dorf steht gewissermaßen Kopf und die Stammtischtheorien werden immer gewagter. Als auch die Polizei, die ja eigentlich zur Aufklärung der merkwürdigen Fälle verpflichtet ist, nichts Wesentliches zur Identifizierung der Toten beiträgt, beginnt Degenhardt sich seine eigenen Gedanken zu machen. Angestachelt von seiner Ehefrau steckt er, entgegen seinem ureigenstem Naturell, seine Nase zu tief in Dinge die ihn eigentlich nichts angehen. Durch die dabei gewonnenen Erkenntnisse gerät allerdings sein Weltbild erheblich ins Schwanken und er bereut es zutiefst, dass er sich darauf eingelassen hat. Doch einmal angefangen will er die unangenehme Sache zu Ende bringen und zu seinem eigenen Erstaunen hat er am Ende sogar Erfolg damit.

Fazit
Eine komplizierte, irrwitzig-makabere Geschichte, die das Spießbürgertum der Siebzigerjahre karikiert und überaus scharfzüngig für humorvolle Unterhaltung sorgt.