„Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ – Susann Pásztor

Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster, Susann Pásztor

UND DANN STEHT EINER AUF UND ÖFFNET DAS FENSTER – Susann Pásztor
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum: 16. Februar 2017
288 Seiten, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Preis: € 20,00
eBook: € 16,99
ISBN: 978-3-462-04870-4

Inhalt
Wie begegnet man einer Frau, die höchstens noch ein halbes Jahr zu leben hat? Fred glaubt es zu wissen. Er ist alleinerziehender Vater und hat sich zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter ausbilden lassen, um seinem Leben mehr Sinn zu geben. Aber Karla, stark, spröde und eigensinnig, arrangiert sich schon selbst mit ihrem bevorstehenden Tod und möchte nur etwas menschliche Nähe – zu ihren Bedingungen.
Als Freds Versuch, sie mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen, grandios scheitert, ist es nur noch Phil, sein 13-jähriger Sohn, der Karla besuchen darf, um ihre Konzertfotos zu archivieren. Dann trifft Hausmeister Klaffki in einer kritischen Situation die richtige Entscheidung – und verhilft Fred zu einer zweiten Chance.

Rezension
Fred lebt ein unauffälliges, eher schon langweiliges Leben. Im Bemühen, mehr Sinn in sein Dasein zu bringen entschließt er sich zu einer Ausbildung als Sterbebegleiter. Nervös steht er vor der Tür von Karla, seiner ersten Klientin, ungewiß was auf ihn zukommen wird und ob er der Sache gewachsen ist. Seine schlimmsten Befürchtungen scheinen zuzutreffen. Er fühlt sich absolut verunsichert und weiß nicht recht wie er mit der Situation umgehen soll. In seiner Hilflosigkeit und dem starken Wunsch das Richtige zu tun entwickelt er einen gut gemeinten Plan. Doch dieser erweist sich als absolutes Desaster und Fred ist seinen Job los. Als er in einer Extremsituation um Hilfe gebeten wird, denkt er nicht mehr lange nach und reagiert endlich aus dem Bauch heraus. Damit wendet sich das Blatt und zwischen Fred, Karla und Phil entsteht eine Basis des Vertrauens, die zunehmend die Regie übernimmt.

Fazit
Eine sehr bewegende Geschichte, die sich von verschiedenen Seiten dem sensiblen Thema sterben zu müssen nähert und dazu anregt sich mit dem eigenen Leben und Tod auseinanderzusetzen.